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Was passiert mit den städtischen Bäumen?

GRÜNE fordern regelmäßigen Bericht

Schwupps – schon wieder fehlt irgendwo ein Baum oder eine Hecke. Oft ist es städtisches Grün, das plötzlich nicht mehr da ist. Wir GRÜNE versuchen, jeweils nachzufragen, warum hier die Säge zum Einsatz kommt. Allerdings dauerte es bei unserer letzten Nachfrage außergewöhnlich lange, bis die Antworten kamen.

Wir haben daher jetzt beantragt, dass im Ausschuss für Bau, Straßen und Umwelt jährlich ein Bericht über die Pflegemaßnahmen an den öffentlichen Bäumen, Hecken und Sträuchern der Stadt vorzulegen ist. Diesem Bericht ist ein Verzeichnis aller im Vorjahr gefällten Bäume, Sträucher und gerodeten Hecken mit Lageplan und Begründung der Maßnahme beizufügen.

„Es gibt immer Einzelfälle, in denen eine Fällung unvermeidlich ist - etwa wenn ein Baum durch starken Pilz- oder Insektenbefall, Sturm oder Blitzschlag bruchgefährdet ist und von umstürzenden Ästen eine Gefahr ausgeht. Darüber brauchen wir nicht diskutieren. Dass aber gesunde Bäume und Hecken einfach so aus der Innenstadt verschwinden, bisweilen ohne Vorankündigung, halten wir für sehr bedenklich“, meint Bernd Blome, Mitglied im Umweltausschuss. „Immerhin sorgen Bäume und Hecken für eine attraktive Innenstadt nicht nur für uns Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für unsere vielen Touristen und Reha-Gäste. Außerdem helfen vor allem große Bäume, in den offenkundig heißer werdenden Sommern, die Luft in der Stadt erträglicher zu halten. Daher sollten wir versuchen Fällungen und Rodungen von innerstädtischem Grün auf ein notwendiges Minimum zu begrenzen“, so Blome weiter.

Wir hoffen sehr, dass unser Antrag eine Mehrheit findet. Sicherlich werden nicht nur wir GRÜNE von den Bürgerinnen und Bürgern gefragt, wenn der Bauhof irgendwo zur Säge greift. Ein solcher regelmäßiger Bericht dient dann der Transparenz und der Information aller. Und langfristig hoffentlich auch dem sorgfältigen Umgang mit unseren städtischen Bäumen, Sträuchern und Hecken.

„Da die Stadtverwaltung ohnehin angehalten ist, im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht laufend den Zustand der innerstädtischen Gehölze zu kontrollieren und zu dokumentieren, stellt solch ein Bericht auch zum Glück keinen größeren Mehraufwand dar“, stellt Bernd Blome fest.

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