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837 Einwendungen gegen noch mehr Lärm von der Rennstrecke Bilster Berg

Rennstreckenbetreiber beharren auf ihrem Standpunkt

Unbeeindruckt von dem starken Gegenwind aus Nieheim und Bad Driburg zeigten sich die Betreiber der Rennstrecke Bilster Berg beim Erörterungstermin am 15. Februar.
Auch die Vorwürfe, die Rennstrecke würde mit Lärm und der Belastung ihrer Nachbarn Geldverdienen, prallten an der Geschäftsleitung und ihren Rechtsbeiständen und Gutachtern ab.

Die Bürgerinitiative „Ruhe am Bilster Berg“, die Naturschutzverbände und das Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus erneuerten vor allem ihre Kritik an den Antragunterlagen. Diese sind – gerade was den Schutz der menschlichen Gesundheit angeht – äußerst dürftig. Die Betreiber der Rennstrecke behaupten schlicht, sie hätten ein Anrecht darauf, mehr Lärm zu verursachen. Die Begründung dafür umfasst aber nicht mal 1 DIN-A-4–Seite.

„So kann man nicht mit Menschen umgehen!“ kritisiert Martina Denkner für die GRÜNEN im Rat Bad Driburg die Rennstreckenbetreiber. „Gerade die Mitmenschen, die im Alter Ruhe und Pflege brauchen, habe doch ein Anrecht darauf, ihre Tage in Geborgenheit und Sicherheit zu verbringen. Auch diejenigen, die jetzt an Wochenenden aus Jux und Dollerei ihren Nachbarn die Ohren volldröhnen, werden mal alt. Hoffentlich finden sie dann Menschen, die rücksichtsvoller mit ihnen umgehen.“

Die Rennstrecken-Betreiber waren bereits am Anfang der Erörterung sichtlich nervös. Das änderte sich im Laufe des Tages dann auch nicht mehr: von 10 bis 16 Uhr mussten sie Rede und Antwort stehen und viele Antworten blieben sie schuldig.

Wie geht es weiter? Nun entscheidet die Genehmigungsbehörde beim Kreis Höxter. Diese Entscheidung wird dann aller Voraussicht nach vor Gericht überprüft werden müssen. Bürgerinitiative, Naturschutzverbände und das Alten- und Pflegeheim auf der einen Seite und die Rennstreckenbetreiber auf der anderen Seite kündigten das bereits an.

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