05.09.2019

GRÜNE: Mikroplastik raus aus dem Abwasser

Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass Mikroplastik und Medikamentenrückstände aus dem Abwasser gefiltert werden. Aus Bad Driburg Bernd Blome (Mitte hinten) und Martina Denkner (links vorne).

„Wir müssen dafür sorgen, dass kein Mikroplastik aus dem Abwasser mehr in unsere Flüsse und Bäche gelangt.“ Gisbert Bläsing, Vorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion lässt keinen Zweifel an der Zielsetzung.

Aktuell ist noch keine Kläranlage im Kreis Höxter in der Lage, Mikroplastik aus dem Abwasser zu reinigen.

Besser sieht es bei den Medikamentenrückständen aus. Die Warburger Kläranlage kann mit Hilfe einer Ozonanlage chemische Verbindungen im Abwasser aufspalten und so entschärfen. „Nicht nur die 300 Patienten, die im Krankenhaus versorgt werden, sondern auch die 25.000 Einwohner der Stadt Warburg können jeden Tag Medikamente zu sich nehmen und diese über die Kanalisation ausscheiden“ führt Josef Schrader, Kreistagmitglied an.

„Das ist besonders für die Lebewesen in den Bächen und Flüssen wichtig.“ stellt Uwe Rottermund, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Inhaber eines Büros für Wasser und Landschaft fest. „Gerade Medikamentenrückstände sind oft stark giftig für Fische und Kleinstlebewesen. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich Fischbestände schon nicht mehr selbstständig vermehren können.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern daher, dass wenigstens in denjenigen Kommunen, in denen Krankenhäuser oder Kliniken betrieben werden, zügig die sogenannte 4. Reinigungsstufe eingeführt wird, um sowohl Mikroplastik als auch Medikamentenrückstände sicher zurückzuhalten.

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