Verkehrs-Chaos vorprogrammiert

Die Grünen beurteilen die geplante Umgestaltung der Einzelhandelszone und zusätzliche Schaffung von Einzelhandelsflächen sowohl am Siedlerplatz als auch auf einer Fläche der Firma Humborg äußerst kritisch. Herbert Falke, Fraktionssprecher der Grünen im Rat: „Schon jetzt ist die Verkehrssituation für alle, die vom Einkaufen kommen und stadteinwärts in die Dringenberger Straße fahren wollen äußerst schwierig!"

Falke weiter: „Diese Situation wird nun zusätzlich verschärft: die drei neu vorgesehenen Abbiegespuren zum Schnellrestaurant und Autohaus und in die Südenfeldmark werden besonders das Ausfahren auf die Dringenberger Straße kaum erleichtern. Lange Wartezeiten gerade zu Stoßzeiten in den Nachmittagsstunden sind zu erwarten! Eine optimale Lösung dieses Verkehrsproblems wäre für die Grünen der Bau eines Kreisverkehres, den aber die Stadt wegen der veranschlagten hohen Kosten von 400.000 € nur als Option im Falle weiterer Ansiedlungen von Betrieben oder Handelsgeschäften erwägt. Eine auch schon angedachte Erschließung über die Hans-Sachs-Straße lehnen die Grünen kategorisch ab, da sie dadurch eine Umlenkung des Verkehrs in die Wohnsiedlungen der Südstadt befürchten."

Zu diesem offensichtlichen Problem kommt noch, dass die erfolgreiche Umsetzung des zurzeit in der Diskussion befindlichen Handlungskonzeptes für die Innenstadt Bad Driburgs akut gefährdet wird.

Klaus-Dieter Wilde, Stadtverordneter der GRÜNEN stellt fest: „Wir können nicht einerseits am Rand von Bad Driburg weitere Einzelhandelsflächen schaffen und andererseits darauf hoffen, dass durch ein Handlungskonzept und die Umgestaltung der Langen Straße die Innenstadt für den Bürger und Konsumenten attraktiv bleibt bzw. wird. Ein Überangebot an Verkaufsfläche bedeutet letztlich den Ruin für kleine Verkaufseinheiten gerade in der Innenstadtlage und damit weitere Leerstände. Ganz aktuell zeigt sich dies wieder durch zwei Geschäftsaufgaben in der Oberen Langen Straße." Bei nur gering gestiegener Kaufkraft der Bürger und einer auf Grund des demographischen Wandels zukünftig weiter zu erwartenden Abnahme der Bevölkerung ist in Bad Driburg kein Umsatzplus im Einzelhandel der Stadt zu erwarten.

„Die Großen halten durch, die Kleinen machen dicht!" bringt Wilde es kurz auf den Punkt.

Und das ist für die Grünen kein Beitrag für eine belebte und gut angenommene Innenstadt.
Die Grünen stellen fest, dass sie schon vor Jahren immer wieder vor der Problematik großer Einzelhandelsgeschäfte am Stadtrand gewarnt haben (was ja auch die jetzige CDU-FDP-Regierung in Düsseldorf erkannt hat).

Herbert Falke: „Der alte Sündenfall des Stadtrates wirkt sich gerade am Siedlerplatz auch jetzt wieder aus: Da hier schon in der Vergangenheit ohne Flächennutzungsplan Einzelhandelsflächen genehmigt wurden, muss die Stadt jetzt wieder ihre Zustimmung geben. Die Möglichkeit steuernd einzugreifen, hat sie damit schon vor Jahren vertan." So kann nach Ansicht der Grünen den Sorgenkindern Hellweg und Obere Lange Straße auf Dauer sicher nicht geholfen werden.

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