Energiewende ist machbar - Argumente gegen Bremser und Skeptiker

Die GRÜNEN im Kreis Höxter erklären zu der aktuellen Diskussion um den Ausstieg aus der Kernenergie: „Kaum hören wir von der Reaktorkatastrophe in Fukushima nicht mehr täglich, kommen diejenigen immer lauter zu Wort, die Atomausstieg und Energiewende verhindern wollen: „Zu teuer für den Stromkunden, nicht machbar in so kurzer Zeit, zu viele Widerstände gegen neue Leitungstrassen und Pumpspeicherkraftwerke, unsinnig, weil die europäischen Nachbarn nicht mitmachen!" Doch qualifizierte Studien etwa des Bundesumweltamtes oder der Eu-Energiekommission belegen, dass Mehrkosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien Sonne, Winde, Biomasse oder auch von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ausgeglichen werden durch Einsparungen bei energieeffizienten Techniken und dem dann nicht mehr nötigen Import von Kohle, Gas, Öl und Uran als Energieträgern.

Wenn sich die Kritiker des Atomausstieges auf die EU-Studie beziehen vergessen sie gern, dass gerade diese Studie belegt, dass Mehrkosten für den Energiewechsel ausgeglichen werden durch Importeinsparungen! Gern weisen die Atomkraftbefürworter auch darauf hin, dass wir nun Atomstrom aus den Nachbarländern einkaufen müssten. Tatsache ist aber, dass wir auch bei derzeit acht abgeschalteten AKW's weiter ein Stromexportland sind, dass zeitweiser Zukauf von ausländischer Energie mehr als ausgeglichen wird durch den Verkauf von Strom ins Ausland.

Der notwendige Ausbau der Windenergiekapazitäten im Süden unseres Landes würde auch einen Großteil jetzt noch geplanter Leitungstrassen aufgrund besserer Verteilung der Energieerzeugung in der Fläche unnötig machen. Und Kohlekraftwerke als notwendiger Ersatz der Atomenergie ist ein gern benutztes aber eben nicht haltbares Argument der Energiekonzerne.  Zum einen muss auch die Kohle eingeführt werden, da der Kohlebergbau in Deutschland in den nächsten  Jahren ausläuft. Zum anderen ist ein Kohlekraftwerk mit seiner Energieausbeute von gerade einmal 35 – 40 % (der Rest geht als Abwärme in die Atmosphäre) und einem enormen CO2-Ausstoß in erheblichem Maße Klima schädigend. Gerade die Folgekosten des mit Kohleenergie beschleunigten Klimawandels werden bei den Energiekosten bisher nirgends berechnet."

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