26.09.2016

Ratsbeschluss Grundschulen: GRÜNE Stellungnahme

Martina Denkner: Lösungswege hätte es gegeben. Sie sind –aus unterschiedlichster Motivation heraus- nicht beschritten worden.

Bei schwierigen Entscheidungen empfiehlt sich ein Blick auf die Fakten:

  • Für die Grundschulen sind 2012 zusätzlich 1700 Stellen eingerichtet worden, um die Unterrichtsbedingungen zu verbessern und auch kleinere Standorte zu sichern.
  • Allein seit Beginn des Jahres 2015 wurden fast 6000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen, wegen des Zuzugs geflüchteter Kinder und Jugendliche. Von der Stellenaufstockung profitieren alle Kinder.
  • Mit dem Haushalt 2016 steigt der Etat des Ministeriums für Schule und Weiterbildung von 16,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf rund 17,3 Milliarden Euro – das ist so viel wie nie zuvor.

Warum ist das wichtig: es ist wichtig, weil es noch nie eine so günstige Situation gab, um kleine Schulen zu erhalten.

Lösungswege hätte es gegeben. Sie sind –aus unterschiedlichster Motivation heraus- nicht beschritten worden.

Wir GRÜNE hatten bereits im Juni in einer Art "Eilaktion" die Eltern in Neuenheerse über das Mitteilungsblatt aufgerufen, sich z.B. den JüL in Pömbsen anzuschauen, dort mit den Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen.

Anfang des Sommers wäre noch durchaus Zeit gewesen, den Versuch zu starten, auch die Lehrerinnen und Lehrer in Neuenheerse über diesen Weg mit ins Boot zu holen, ein tragfähiges Konzept zu schreiben und den Wunsch der Eltern nach diesem Konzept den Schulbehörden qualifiziert vorzutragen.

Weiter hätte es auch intensiver Gespräche dazu mit den Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und der Schulleitung in Dringenberg bedurft. Denn langfristig tragfähig und zukunftssicher wäre dieser Weg nur gewesen, wenn er gemeinsam mit Dringenberg beschritten worden wäre.

Ein bisschen zuviel "wäre" und "hätte" -

Die Monate sind leider ungenutzt vergangen. Es ist fast alles "schief gelaufen", was hätte schief laufen können.

Insbesondere was die Gesprächskultur zwischen Verwaltungen und Bürgern angeht, sind die vergangenen Monate –moderat ausgedrückt- unrühmlich.

Wir GRÜNE haben uns buchstäblich bis zuletzt alle Fakten angeguckt und wir haben uns eine Entscheidung (nach über einem halben Jahr intensiver Befassung und x Fraktionssitzungen dazu) wirklich nicht leicht gemacht.

Wir wägen aber letztlich rational ab. Und wir betrachten die gesamte Stadt und ihre Situation – nicht nur einen Ortsteil.

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