12.09.2016

Erhalt der Schulen in Dringenberg und Neuenheerse?

Antwort der Schulbehörde eingetroffen

Wir hatten vor 3 Wochen versprochen, uns um eine schriftliche Stellungnahme der Schulbehörden zu bemühen. Diese Antwort sollte Klarheit verschaffen, ob es schulrechtlich und schulorganisatorisch möglich ist, die Schule in Neuenheerse an die Schule in Dringenberg  anzugliedern und über die Anwendung von „Jahrgangsübergreifendem Lernen“ (JüL) dauerhaft zu sichern.

Es hat leider etwas länger gedauert, aber nun haben wir eine Antwort der Bezirksregierung. Sie lautet kurz gesagt: ja, schulrechtlich geht das. Schulorganisatorisch geht es allerdings nur, wenn Eltern, Lehrer und Schulleitung dem zustimmen.

Hierzu ein Auszug aus dem Schreiben der Schulbehörde in Detmold:

„Durch JÜL kann im Fall geringer Anmeldezahlen, die eine Klassenbildung mit mind. 15 Anmeldungen  bei jahrgangsbezogenem Unterricht nicht mehr zulassen, mehr  Flexibilität erreicht werden: da sich JÜL jahrgangsmäßig aufbaut, kann eine Klassenbildung im ersten Jahr noch mit mind. 13 SuS (Schülerinnen und Schüler) erfolgen.“

Das vollständige Schreiben finden Sie auf hier dokumentiert.

 

Fakten-Check zur Lage der Schulen:

  • Die GRÜNE Schulministerin hat die Größen der Eingangsklasse von 18 auf 15 Schüler verringert!
  • Ebenso wurde in 2012 die Mindestschülerzahl für eine Grundschule von 114 auf 92 Schüler abgesenkt.
  • Für die Grundschulen sind 2012 zusätzlich 1700 Stellen eingerichtet worden, um die Unterrichtsbedingungen zu verbessern und auch kleinere Standorte zu sichern.
  • Allein seit Beginn des Jahres 2015 wurden fast 6000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen, wegen des Zuzugs geflüchteter Kinder und Jugendlicher. Von der Stellenaufstockung profitieren alle Kinder.
  • Mit dem Haushalt 2016 steigt der Etat des Ministeriums für Schule und Weiterbildung von 16,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf rund 17,3 Milliarden Euro – das ist so viel wie nie zuvor.
  • JüL bedeutet „Jahrgangsübergreifendes Lernen“ in Lerngruppen der Jahrgänge 1+2 und 3+4 oder auch der Jahrgänge 1-4
  • JüL der Jahrgänge 1+2 und 3+4 gibt es bereits seit Jahren an der kleinen Schule in Pömbsen.
  • JüL mit den Jahrgängen 1-4 gibt es an vielen Schulen in NRW: z.B. die Bartholomäus-Schule in Iserlohn-Oestrich oder die Freiherr-von-Eichendorff-Schule in Haltern am See
  • JüL ist ein pädagogisches Konzept, keine Notlösung für Schulen mit Schülermangel.
  • JüL 1-4 hätte für Neuenheerse den Erhalt des Standortes bedeuten können.
  • Die Eltern der Grundschüler in Neuenheerse haben im vergangenen Jahr die Einführung von JüL abgelehnt.
  • Das ist im Rahmen der Schulkonferenz ganz förmlich geschehen und kann nicht wegdiskutiert werden.
  • Die Schulkonferenz ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule. In Grundschulen sind die Eltern und die Lehrer und Lehrerinnen Mitglieder der Schulkonferenz.
  • Die Lehrer und Eltern in Dringenberg stehen JüL bislang ebenfalls eher skeptisch gegenüber.
  • Die Grundschule Dringenberg darf sich aber nicht in Sicherheit wiegen! Sie könnte in wenigen Jahren in einer ähnlichen Situation wie aktuell die Schule in Neuenheerse stecken.



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