24.08.2016

Schule ist für die Kinder da!

Martina Denkner, Bernd Blome und Isi Brandi appellieren: gemeinsam Lösungen suchen!

Wir GRÜNE in Bad Driburg bedauern sehr, dass in der Neuenheerser Schule in diesem Schuljahr keine Kinder eingeschult werden.
Wir sind der Meinung, dass diese Entwicklung mit gutem Willen und konstruktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten anders hätte verlaufen können.
Allerdings helfen Schuldzuweisungen im Moment überhaupt nicht weiter, denn sie motivieren niemanden, auf die andere Seite zuzugehen.  

Viele sind für die Schulen in unserer Stadt verantwortlich: die Schulverwaltung, der Bürgermeister, natürlich die Eltern, die Schulleitungen, die Lehrerinnen und Lehrer und auch wir Stadtverordnete. Wir alle sollten also versuchen, auch in dieser schwierigen Situation Lösungen zu finden, die unsere Kinder in den Mittelpunkt stellen.  

Wie könnte eine solche Lösung aussehen? Alle sind sich einig, dass der beste Einstieg in die Schule gerade gut genug für unsere Kinder ist. Das Lernangebot sollte also so umfangreich wie möglich sein. Weite Anfahrten können für die Grundschulkinder belastend sein, gerade in der ersten Zeit. Das sollten wir vermeiden.

Es ist daher für uns GRÜNE das Ziel, Grundschulkinder so nahe wie möglich an ihrem Zuhause zu beschulen. Gleichzeitig muss der Unterricht wirklich gut sein und alle Kinder auf unsere komplizierte Welt vorbereiten.  

Es stehen uns dafür verschiedene Werkzeuge zur Verfügung:
1. Das Jahrgangsübergreifende Lernen: hierbei werden Kinder zweier Jahrgänge gemeinsam unterrichtet. Das eröffnet die Möglichkeit, die Kinder entsprechend ihrem jeweiligen Stand in den verschiedenen Fächern individuell zu fördern und zu fordern. Die Kinder selbst lernen dabei ganz nebenbei, Verantwortung für ihre Mitschüler zu übernehmen. Da schon heute Kinder unterschiedlichen Alters in fast jeder Schulklasse sind, bedeutet dieses Konzept nichts wirklich Neues für die Lehrer. Ihnen steht aber mit der Einführung dieses Konzeptes mehr Unterstützung zur Verfügung. Die Schule in Pömbsen hat mit diesem Konzept gute Erfahrungen gemacht. Dort wird mit wenigen Schülern ein richtig gutes Lernangebot gemacht.  

2. Auch schulorganisatorisch sollten wir gemeinsam prüfen, ob eine Lösung, die Schule in Neuenheerse als Teilstandort an die Schule in Dringenberg anzugliedern, beide Standorte stärken kann. Gelegentlich wird uns gesagt: "Das wird nichts. Die beiden Orte können sich nicht aufs Fell gucken."
Nun, wenn das wirklich so ist, wäre der Erhalt der beiden Schulstandorte doch der richtige Anlass, diese Situation zu beenden und gemeinsam das Problem anzupacken.  

3. Und das ist das wichtigste Werkzeug: der Zusammenhalt in unserer Stadt und der Wille, gemeinsam für unsere Kinder eine belastbare Lösung zu finden, die ihnen einen guten Start ins Schulleben ermöglicht und den Spaß am Lernen fördert.  

Unser Appell lautet daher: Sprechen wir miteinander! Nehmen wir jedes Gesprächsangebot an! Unterstellen wir niemandem, dass er nicht auch das Beste für die Zukunft unserer Kinder will.

 

Wir GRÜNE werden zunächst schriftlich klären lassen, ob unserem Vorschlag unter 2. schulrechtlich etwas entgegensteht.

 

Wir werden Sie über die Antwort an dieser Stelle informieren.

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