16.09.2015

Jahresabschlüsse endlich vorgelegt

Viele Fragezeichen bleiben.

Nun hat die Kämmerei endlich dem Rat die Jahresabschlüsse 2009 bis 2012 vorgelegt. Eigentlich hätten diese Jahresabschlüsse bis Ende des jeweiligen Folgejahres vorliegen müssen.

Das Innenministerium hatte letztes Jahr dann die Reißleine gezogen und alle säumigen Kommunen in die vorläufige Haushaltssicherung geschickt, bis die Abschlüsse vorliegen.

Es bleiben aber noch viele Fragen!

Warum fehlen zum Beispiel „belastbare Zahlen zu 2011 und 2012 aus dem Rechnungswesen“, so dass die Höhe des Eigenkapitals nur einer „Plausibilitätsprüfung“ unterzogen werden konnte?

Wann werden die angesprochenen Mängel im internen Kontrollsystem ausgemerzt?

Was bedeutet es, wenn der Wirtschaftsprüfer Bedenken äußert, dass die Pensionsrückstellungen langfristig unzureichend bewertet sind?

Warum haben der Kämmerer und der Bürgermeister nicht frühzeitig gegengesteuert, als sie merkten, dass sie die Jahresabschlüsse nicht rechtzeitig fertig stellen können?

Unsere Frage, warum wir die 4 Jahresabschlüsse mit insgesamt rund 1.000 Seiten erst 6 Tage vor dem Rechnungsprüfungsausschuss und rund 2 Wochen vor der Rats-Sitzung bekommen haben, wurde allerdings schon beantwortet: sie waren nicht eher fertig!

Wir können die Ratskollegen verstehen, die sich schlicht weigerten, diesen 8 cm dicken Papierstapel in so kurzer Zeit durchzusehen. Die professionellen Wirtschaftsprüfer hatten immerhin 3 Monate Zeit dafür!

Unser Fazit:

Offensichtlich ist in der Kämmerei einiges aus dem Ruder gelaufen. Weder der Kämmerer noch der Bürgermeister haben rechtzeitig steuernd eingegriffen. Aber Sinn und Zweck einer geordneten Buchführung und Rechnungslegung ist doch, dass man jederzeit Klarheit über die eigenen Finanzmittel hat. Und das umso mehr, als der Kämmerer und der Bürgermeister ja das Vermögen der Stadt und ihrer Bürger verantwortungsvoll verwalten sollten.

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